Eine Herausforderung oder meine Challenge

Sich selbst vor eine neue Herausforderung zu stellen, oder, wie es so schön neudeutsch heißt, eine Challenge machen, ist ja im Moment ganz schön im Trend.

Das fängt bei veganem Essen und Sportprogrammen an und hört bei "1 Jahr 1 Kleid" noch lange nicht auf. Irgendwem fällt immer etwas ein.

Ich muss sagen, dass mich der Gedanke durchaus fasziniert. Sicherlich aus den gleichen Gründen wie wohl die meisten der anderen Menschen, die sich so einer Challenge stellen.

Und das sind jede Menge. Allein der Zähler Stand auf der vegan for fit Seite von Veganer-Guru Attila Hildmann zeigt heute 16.052 "Challenger" an. Der Nachfolger vegan for Youth ist auch schon längst auf dem Markt und wird fleißig durchlaufen.

An dem 10 Wochen Fitness-Plan von Mark Laueren "be your own gym" scheitern mein Mann und ich immer wieder. Entweder sind wir an einem Abend nicht da, oder einer von uns oder eines der Kinder ist krank. Irgendwas ist immer.

Also was fasziniert einen daran sich ein Ziel zu setzen? Etwas für eine gewisse, meist überschaubare, aber dennoch nicht zu kurze Zeit durch zu ziehen? Bei der Ernährung oder einem Sportprogramm steht sicher die eigene Gesundheit und die körperliche Verfassung im Mittelpunkt. Aber das ist nicht alles. Wir wollen uns etwas beweisen: ich bin stark, denn ich halte durch, es kommt Ehrgeiz auf, ich will nicht versagen. Vielleicht darf ich auch gar nicht versagen weil ich schon allen meinen Facebook Freunden in der ersten Euphorie davon erzählt habe?!
Neugier spielt sicher auch eine Rolle, was macht dieses Unternehmen mit mir und meiner Umwelt, wie reagieren die anderen darauf?
Vielleicht ist so ein wiederkehrendes Element auch eine willkommene Abwechslung. Ein Ritual, das den stressigen Alltag unterbricht die Gedanken auf etwas anderes, neues lenkt. Eine Form von Inne halten, sich mit sich selbst befassen. Dafür ist oft zu wenig Zeit.

Zwischen all diesen Punkten liegt der Grund für mein persönliches Experiment. Ich möchte einen Monat jeden Tag etwas basteln, herstellen, kreativ werden.
Nachdem meine Kinder jetzt alle am Vormittag im Kindergarten sind habe ich plötzlich Zeit zur freien Verfügung. Und das völlig selbst bestimmt. Das ist wirklich toll. Ich kann Mittwochs nach Murnau auf den Markt gehen und noch bei einem Kaffee einen Plausch mit meiner Schwester, die ich viel zu selten sehe, halten. Oder einfach mal eine Mütze, einen Rock nähen. Die Wohnung endlich mal wieder richtig auf Vordermann bringen. Zu tun ist ja immer was. Und da möchte ich mir gerne Zeit nehmen für eine schöne Kleinigkeit, Zeit um mich dem zu widmen was mir richtig Spaß macht. Kreatives schaffen.

Ich bin ja auch furchtbar gerne auf den vielen, unzähligen Bastel-, Näh- und Selbermacher- Blogs unterwegs und hole mir dort viele Ideen und Inspirationen. Ich werde versuchen auch immer alle Quellen anzugeben. Falls ich das mal vergesse, gebt mir Bescheid, dann hole ich das auf jeden Fall gerne nach. 

 

Heute habe ich zum Start endlich mal die ganzen Äpfel, die wir aus unserem Frankreich Urlaub nach Hause gebracht haben eingekocht und Apfelsaft und Apfelmus daraus gemacht.
Von meiner Mutter habe ich den tollen Einweck-Topf und die Flotte Lotte geliehen bekommen. Unten in den Topf kommt Wasser, oben in das Sieb habe ich geviertelte und entkernte Äpfel gelegt. Da die Äpfel sehr sauer waren habe ich noch etwas Zucker darüber gestreut. Herd an und abwarten. Wenn es auf einmal leise wird, dann ist das ganze Wasser verdampft und man kann den Saft auslassen. Da es nicht sonderlich viele Äpfel waren, kam am Ende auch nur ein dreiviertel Liter Saft raus, den meine Kinder gleich zur Hälfte ausgetrunken haben. Das Apfelmus habe ich noch einmal durch die Flotte Lotte geschickt und dann kurz aufgekocht, etwas Zimt dazu und in ein heißes Einmach-Glas gefüllt. Dann noch schnell ein Etikett gemacht und fertig.  

Jetzt muss ich nur mal suchen, was ich morgen so machen könnte. Wegen des Feiertags morgen ist ja die ganze Familie Zuhause, da würde sich ja vielleicht eine gemeinsame Bastelstunde anbieten? Mal sehen.

 

Alles liebe,
Eure Anna

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